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Blockchain

Blockchain ist ein dezentrales Transaktionsprotokoll zwischen zwei oder mehr Parteien. Jede Veränderung wird transparent erfasst.

Das Besondere an Blockchain ist die Dezentralität. Das Protokoll liegt nicht auf einem einzigen Server oder Rechner vor, es befindet sich verteilt auf unzähligen Computern.

Dadurch ist niemand Besitzer des Protokolls. Weder Personen, noch Unternehmen oder Behörden können Macht über das Protokoll ausüben. Stattdessen hat jeder Protokollteilnehmer exakt die gleichen Möglichkeiten und Zugriffsrechte. Ein solchermaßen neutrales Protokoll wie Blockchain ist nicht manipulierbar.

Durch seine große Verteilung ist es nicht möglich es zu hacken. Die einzige Variante um eine Manipulation vornehmen zu können, besteht in der Mehrheit der Netzhoheit. Hat jemand mehr als 50 % des verteilten Datenstamms auf von ihm kontrollierten Geräten, wäre eine Manipulation denkbar.

Blockchain – Gründer und Geschichte im Detail

Die ersten Grundzüge zur kryptografisch abgesicherten Verkettung von Einzelblöcken wurden 1991 von Stuart Haber & W. Scott Stornetta beschrieben. 1996 folgte Ross J. Anderson, 1998 Bruce Schneier & John Kelsey. Im Jahr 2000 wurde von Stefan Konst eine allgemeine Theorie zu kryptografisch abgesicherten Verkettungen erstellt, woraus er dann unterschiedliche Umsetzungslösungen ableitete.

Blockchain als Protokoll und verteilte Datenbank entstand 2008, als Satoshi Nakamoto dieses im Whitepaper zu Bitcoin beschrieb. 2009 wurde von ihm die erste Implementierung der Software Bitcoin veröffentlicht. Dies war der Startschuss für Blockchain.

Wie funktioniert die Blockchain-Technologie?

Blockchain kennt keine Verwalter oder Administratoren. Die Mehrheit bestimmt den Umgang mit dem Protokoll. Blockchain-Transaktionen sind oft als finanzielle Transaktionen bekannt. Es kann sich aber auch um jegliche Art der Information handeln. Innerhalb einer Blockchain wird jede Transaktion protokolliert. Ein Vorgang kann nicht mehr unsichtbar gemacht werden.

Diese Transparenz basiert auf einem Journal der Blockchain, welches unermüdlich von den sogenannten Minern kontrolliert wird. Ein solcher Miner überprüft blockweise die abgelegten Informationen und teilt sie mit dem Netzwerk der angebundenen Teilnehmer. Auf diese Weise kann jeder Teilnehmer nachvollziehen, welche Aktionen in der Blockchain stattgefunden haben.

Blockchain-Technik – Eigenschaften und Funktionen

Bei Blockchain wird jede Information in Blöcken gespeichert. Welcher Art diese Information ist, ist unerheblich. Sie muss in eine Größe von 40 Byte passen und kann aus einem Vertrag, einem Testament, einer Finanztransaktion, einem Kaufvertrag, Aktieninformationen, einem Hashtag zu einer Datei oder ähnlichen Informationen bestehen.

Die angelegten Blöcke haben jeweils ein Journal, welches die Historie aufzeigt. Neu angelegte Blöcke sind mit den vorhergehenden Blöcken verbunden und enthalten eine Prüfsumme von diesen, welche in ihrem Journal gespeichert wird. Zusätzlich wird auch eine Prüfsumme des Gesamtblocks gespeichert.

Der Miner verifiziert die Blöcke und versiegelt diese. Versiegelte Blöcke werden niemals wieder verändert und stehen für immer allen Teilnehmern zur Ansicht bereit.

Blockchain am Beispiel von Bitcoin

Bitcoin (übersetzt „digitale Münze“) ist ein dezentrales Zahlungssystem, welches weltweit Anwendung findet. Der Name Bitcoin steht zugleich für die Geldeinheit. Es existiert eine digitale Brieftasche, in der die eigenen Bitcoins gespeichert sind.

Mit dieser digitalen Währung kann bezahlt werden, indem eine Überweisung in Auftrag gegeben wird. Der Wechselkurs von Bitcoin bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage.

Die Bitcoin-Software verwaltet die dezentrale Blockchain-Datenbank. Alle Transaktionen werden dem Blockchain-Protokoll nach gespeichert.

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Autor: Kristina
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