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Open Database Connectivity

Open Database Connectivity (kurz ODBC) steht übersetzt für „Offene Datenbank-Verbindungsfähigkeit“. Es handelt sich um eine standardisierte Datenbankschnittstelle. Die Datenbanksprache ist SQL.

Mittels ODBC steht dem Programmierer eine Programmierschnittstelle (kurz API) zur Verfügung. Diese erlaubt ihm eine vom Datenbanksystem unabhängige Anwendung zu entwickeln. Er bindet seine Anwendung durch einen geeigneten ODBC-Treiber an die bestehende Datenbank an.

Die Daten werden durch die Schnittstelle ausgetauscht. ODBC-Treiber existieren für alle gängigen Datenbanksysteme, in jedem Fall aber für MySQL, MS SQL, Oracle, DB/2 und MS Access.

Open Database Connectivity gehört zum Alltag für Anwendungsentwickler. Besonders im Bereich der Webanwendungen wird häufig mit ODBC-Verbindungen gearbeitet.

Wie funktioniert die Open Database Connectivity?

Beispielsweise existiert auf der einen Seite eine MS SQL Datenbank, auf der eine oder mehrere Anwendungen laufen. Auf der anderen Seite möchte ein Entwickler eine Webanwendung erzeugen, deren spezifische Daten in einer MySQL Datenbank gespeichert werden sollen. Die Adressdaten dieser Anwendung sollen allerdings aus der bestehenden MS SQL Datenbank kommen.

Anstatt nun die Daten zu kopieren und in zwei Datenbanken vorzuhalten, nutzt der Programmierer die ODBC-Schnittstelle und schafft eine Verbindung zur MS SQL Datenbank. Die Adressdaten werden direkt von dort gelesen und bei einer Änderung auch wieder dort geschrieben.

Die zweite Datenbank kann auf demselben Rechner oder Server liegen, sie kann aber ebenso auch auf einem weit entfernten System liegen. Denkbar sind auch kleinere Inhouse-Webanwendungen (Intranet), die mittels Open Database Connectivity an eine MySQL oder Access Datenbank angebunden werden. Im letzteren Fall existiert nur eine einzelne Datenbank, die über ODBC mit der Anwendung verbunden wird.

Um die Open Database Connectivity einzurichten, muss auf dem zu verbindenden System in der Systemsteuerung unter ODBC ein sogenannter DSN (Data Source Name) angelegt werden. Dazu werden dann auch Benutzername und Passwort zur Verbindung mit der Datenbank angegeben. Wenn nun diese spezifische ODBC-Verbindung verwendet wird, ist der Zugriff auf die Datenbank bereits geregelt. Auf der Seite der Datenbank muss es diesen Benutzer natürlich ebenfalls geben.

ODBC übernimmt die Weitervermittlung der SQL-Anfragen, wie auch der daraus resultierenden Ergebnisse.

Vorteile durch die Open Database Connectivity

Der große Vorteil der Open Database Connectivity besteht in der datenbankunabhängigen Entwicklung. Die Entwicklung wird konsequent durch die mögliche Anbindung an entfernte Datenbanken unterstützt. Ein weiterer Vorteil ist die mögliche Vernetzung unterschiedlicher Anwendungen. So können beispielsweise mehrere Anwendungen auf ein und dieselbe Adresstabelle zugreifen.

Nachteile durch die Open Database Connectivity

Ein Nachteil kann eine langsame Verbindung zur Datenbank sein, je nachdem wie die Systemlandschaft aussieht. ODBC-Treiber existieren nur für Microsoft und die Treiber müssen jeweils einzeln installiert werden. Jede Datenbank benötigt einen eigenen Treiber.

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Autor: Markus
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