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DAO

DAO steht für Data Access Object, übersetzt „Datenzugriffsobjekt“, und ist eine Schnittstellenbeschreibung der Firma Microsoft. Mit dieser Schnittstellenbeschreibung kann der Zugriff auf eine Datenquelle erfolgen.

In der Regel handelt es sich dabei um eine MS Access Datenbank. Es sind aber auch Zugriffe auf andere Datenbanken möglich. Die Zugangsdaten zur Datenquelle werden im DAO fest verkapselt.

Auf diese Weise kann die angesprochene Datenquelle ausgetauscht werden, ohne den Programmcode verändern zu müssen, der die eigentliche Datenabfrage vornimmt.

Data Active Objetcs (DAO) – Aufbau und Funktion

Bis MS Access 97 gehörte die DAO-Bibliothek zum Standard für den Zugriff auf Datenbank-Objekte und Daten innerhalb von MS Access. Ab der Version 2000, bis hin zur Version 2003, wurde die DAO-Bibliothek zwar noch aus Kompatibilitätsgründen mitgeliefert, den Standard bildete aber nun ADO.NET.

Da sich DAO bei den Access Entwicklern großer Beliebtheit erfreute, unter anderem wegen spezifischeren Zugriffsmöglichkeiten, wurde die DAO-Bibliothek bei MS Access 2007 wieder als Standard implementiert. In dieser Version wurde sie Access Database Engine Object Library (ADO) genannt.

Die DAO-Bibliothek geht vom Basis-Objekt „DBEngine“ aus. Darauf aufsetzend gibt es die Workspace-Objekte „Jet Workspace“ und „ODBCDirect Workspace“. Der „Jet Workspace“ ist zum Zugriff auf MS Access Datenbanken gedacht und beinhaltet die Datenbank-Objekte. Der „ODBCDirect Workspace“ dagegen ist seit DAO 3.5 zum ODBC-Zugriff auf andere Datenbanken gedacht und beinhaltet die Verbindungs-Objekte.

Vorteile von DAO (Data Active Objects)

DAO hat seine Vorteile in der Anwendungsentwicklung mit MS Access. Dies ist sogar noch heute so. ADO.NET ist zwar moderner und bietet mehr Möglichkeiten, doch gerade an diesem Punkt liegt der Vorteil von DAO: Es ist weniger komplex. Für reine Access-Entwickler genügt eine vereinfachte Version von ADO.NET vollkommen, und diese vereinfachte Version ist DAO.

Sein Design ist perfekt an den Umgang mit der Jet-Engine der MS Access Datenbank angepasst. Somit bietet es in der Access-Entwicklung optimale Bedingungen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Anwendung rein auf Access basiert. In der Vergangenheit gab es viele solche Entwicklungen, vor allem im Stand-Alone-Umfeld.

DAO – ADO – ADO.NET

ADO.NET gilt zwar als Nachfolger von DAO, streng genommen ist dies aber nicht korrekt. ADO.NET ist zwar noch mit DAO verwandt, doch es wurde unter einem völlig anderen Hintergrund entwickelt. Während DAO exakt auf MS Access zugeschnitten wurde und erst später durch den ODBC Zugriff auf andere Datenbanken erweitert wurde, ist ADO.NET von vornherein als unabhängige Objektbibliothek entstanden.

Auf diese Weise wurde eine einheitliche Schnittstelle zu beliebigen Datenbanken geschaffen. Diese Schnittstelle kann von beliebigen Programmiersprachen aus, jeweils auf dieselbe Art und Weise verwendet werden. Das macht ADO.NET zu einem Standard, der übergreifend nutzbar ist. ADO.NET sollte bei Access-Entwicklern immer dann zum Einsatz kommen, wenn Access lediglich das Frontend für den Zugriff auf eine andere Datenbank darstellt.

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Autor: Kristina
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