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Change Management

Das Change Management beschäftigt sich mit Veränderungen jeglicher Art, die allgegenwärtig für Unternehmen und unausweichlich sind.

Neue Technologien, Trends und soziale Entwicklungen zwingen Unternehmen zur Anpassung, wodurch das Change Management an Bedeutung gewinnt.

Der Begriff Change Management bezeichnet sämtliche Aufgaben und Maßnahmen zur Umsetzung abgewandelter oder neuer Strategien, Technologien und Prozesse.

Das 3-Phasen-Modell nach Kurt Lewin

In der Betriebswirtschaftslehre gewinnt das Change Management an Bedeutung. Diesen Trend erkannte der Psychologe Kurt Lewin in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Er stellte dieses Modell vor, um Veränderungsprozesse in einer Gruppe zu unterstützen.

Entscheider und Manager erhalten die Möglichkeit der positiven Beeinflussung ihrer Mitarbeiter im Hinblick auf eine effiziente Bewältigung des Wandels.

Auftauen / Unfreezing

Hierbei liegt der Fokus auf der Vorbereitung und Analyse. Besonders wichtig ist eine offene Kommunikation für die Gründe des Wandels. So werden alle Beteiligten für dessen Notwendigkeit sensibilisiert und eventuelle Barrieren bauen sich frühzeitig ab. Außerdem werden in dieser Phase fachliche Fragen geklärt.

Wandel / Changing

Hierbei wird die notwendige Veränderung umgesetzt. In dieser Zeit treten häufig neue Widerstände auf. Dies können beispielsweise unvorhergesehene Komplikationen oder unwillige Mitarbeiter sein. Ein Leistungsabfall während dieser Zeit ist normal und zu erwarten, da neue Prozesse, Systeme und Strategien noch keine Routine sind.

Einfrieren / Refreezing

Hier wird die Leistung des Unternehmens in kontinuierliche Bahnen gelenkt. Diese sind im Idealfall deutlich höher als vor dem Wandlungsprozess. Ein besonderer Fokus dieser Phase liegt auf der Verhinderung alter Muster. Ein Rückbildungsprozess kann durch regelmäßige Soll/Ist-Analysen vermieden werden.

Change Management Beispiel: Einführung von Social Media Marketing

Ein Versicherungsunternehmen bemerkt die steigende Aufmerksamkeit seiner Zielgruppe gegenüber sozialer Medien. Die Konsequenz: Die Netzwerke sollen zum Bestandteil der Unternehmenskommunikation werden.

In der ersten Phase wird geklärt, welche Netzwerke sich dafür am besten eignen. Dafür werden Einsatzgruppen im Unternehmen gebildet, welche sich mit den einzelnen Themen beschäftigen. So werden Anfangsschwierigkeiten vermieden und Mitarbeiter auf den Wandel vorbereitet.

Anschließend werden die erarbeiteten Maßnahmen umgesetzt. Während dieser Phase stellen sich kleine Herausforderungen im Bereich des Twitter-Marketings heraus, welche durch eine Kompetenzgruppe bewältigt werden.

Abschließend gilt es, die neuen Prozesse zu stabilisieren. Regelmäßige Analysen der Frequenz des Teilens von Beiträgen und Hochladens von Videos geben einen Überblick. Bei Rückfällen in alte Verhaltensmuster wird entsprechend nachjustiert.

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Autor: Kristina
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