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Barcode

Der Barcode wird auch Strichcode, Balkencode, Streifencode oder EAN (europäische Artikelnummer) genannt. Dabei handelt es sich um eine elektronisch lesbare „Schrift“, die aus unterschiedlich breiten Strichen und Lücken besteht. Diese Darstellung beinhaltet binäre Daten und kann von Barcodelesegeräten und Kameras mit entsprechender Software gelesen werden.

1949 begannen Norman Joseph Woodland und Bernard Silver erste Versuche mit der Barcode-Technologie. 1952 erhielten sie das Patent darauf.
Erst in den 1970-er Jahren begann sich der Barcode unter anderem durch den Druck der US-Supermarktkette Wal-Mart durchzusetzen. 1973 wurde in Nordamerika der UPC (United Product Code) eingeführt.

Das erste mit einem Strichcode versehene und verkaufte Produkt war eine 10-er Packung Juicy Fruit Kaugummi in einem Marsh-Supermarkt in Troy (Ohio) im Jahr 1974.
Die Einführung des EAN-Codes in Europa erfolgte 1976. Als erstes deutsches Unternehmen führte die Firma Carl Doderer KG 1977 Scannerkassen ein. In Österreich folgte 1979 die Firma BILLA.

Zunächst wurden nur eindimensionale Barcodes verwendet. Ab dem Ende der 1980-er Jahre kamen auch zweidimensionale Codes in den Umlauf. 2007 wurden von der Bauhaus-Universität Weimar vierdimensionale Codes entwickelt. 2009 wurde die Bezeichnung EAN durch die GTIN (Global Trade Item Number) ersetzt.

Aufbau und Struktur von Barcodes

Der Barcode besteht aus 8 oder 13 Ziffern. Die verkürzte EAN mit nur 8 Zeichen ist für kleine Produkte gedacht, bei denen die EAN-13 mehr als 25 % des Platzes auf der Produktvorderseite einnehmen würde. Sie ist wie folgt aufgebaut:

  • 2-3 Stellen für den Länderpräfix
  • 4-5 Stellen für die Artikelnummer
  • 1 Stelle für die Prüfziffer

Die 13-stellige EAN ist folgendermaßen aufgebaut:

Basisnummer

  • 3 Stellen für den Länderpräfix
  • Unternehmensnummer

Artikelnummer

  • 3, 4 oder 5 Stellen in Abhängigkeit zur Basisnummer (es müssen am Ende 13 Stellen sein)

Prüfziffer

  • 1 Stelle für die Prüfziffer

Eigenschaften des Barcodes

Je nach Barcode-Art können die Eigenschaften unterschiedlich sein. Eine ISBN (Internationale Standard Buchnummer) kann als EAN-13 in Strichcode-Form dargestellt werden. Dabei stehen die ersten 3 Zeichen für das Herstellerland, die nächsten 10 Stellen für die ISBN, die um eine Stelle gekürzt wird (oder 8 Stellen für die ISSN [International Standard Serial Number] plus zwei angehängte Stellen) und die letzte Stelle für die Prüfziffer.

Gleich welcher Art der Barcode ist, er besteht immer aus Strichen oder farbigen Flächen, die einen maschinenlesbaren Binärcode enthalten. Mit einem Scanner ausgelesen, verbirgt sich hinter dem Strichcode eine Zahlenfolge. Diese wird vom Kassensystem oder sonstigem Ausleseprogramm erkannt und es wird ein Artikel in einer Datenbank erkannt, dem vorher exakt diese Zahlenfolge zugewiesen wurde.

Neben typischen eindimensionalen Strichcodes, existieren auch 2D-Barcodes, bei denen die Daten über zwei Dimensionen auf nur einer Fläche abgedruckt sind. Auf Tickets der Deutschen Bahn sind solche Codes zu finden.

Beispiel für eine Prozesskette mit Produkten inkl. Barcodes

Ein Shampoo wird produziert, abgefüllt und die Verpackung wird mit einem Barcode versehen. Bei der Auslieferung an den Großhändler wird der Code ausgelesen. Das Produkt verlässt die Datenbank des Herstellerbetriebes und wird beim Großhändler im Wareneingang erneut gescannt und erfasst.

Nachdem ein Einzelhändler dieses Shampoo bestellt hat, wird es auch hier wieder beim Warenausgang gescannt und beim Einzelhändler im Bereich des Wareneingangs erfasst.
Schließlich durchläuft es das Kassensystem des Einzelhändlers, wenn das Shampoo von einem Kunden gekauft wird.

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Autor: Thomas
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